Marinas und Hafen-Theater

Liebe Segelfreunde

 

Ab Heute werden wir über Marinas und Hafen – Casino berichten.

Welche Häfen die wir besuchen sind empfehlenswert und von welchen raten wir ab. Was haben wir am Steg erlebt.

Sicher gibt es hier viel zu erfahren und Lustiges zu lesen.Wir starten auf Sardinien:

 

Cagliari/Sardinien – Marina di Sant’Elmo

 

Die Marina ist etwas vom Centrum entfernt, zu Fuss ca. 20 min. Dafür etwas weniger Rummel und kein Lärm. Auch preislich sicher ein wichtiger Aspekt.

Die Marina wird von 3 Brüder geführt. Der zweite ist im Büro der Marina zu finden, er heisst Massimo Einer davon ist der Luigi, er betreibt die Werft, sie ist 3 min von der Marina entfernt. Vor 3 Jahren haben wir dort unser Unterwasser neu gemacht. Am Wochenende darf man aus versicherungstechnischen Gründen nicht dort arbeiten.

Die Marina hat ein Restaurant mit sehr. Feiner Küche diese wird vom dritten Bruder geführt. Das es dort immer frische Gerichte gibt, verdankt man ihm, da er selber ein Leidenschaftlicher Esser ist, was auch Unübersehbar ist. Die Freundlichkeit ist auch hier immer vorhanden und wir haben somit unser Stammrestaurant gefunden. Frischer Fisch ganz nach sardischer Art (was heissen soll, er wird komplett mit Innereien geliefert, wer das nicht mag, muss es sagen.) Knackiger Salat, feinen grilliertes Gemüse, dass ist hier der Bestseller. Aber auch wer ein Fleisch-Tiger ist, findet hier etwas Feines für sich. Spagetti alle Vongole (Venusmuscheln) sind auch sehr zu empfehlen.

Duschen/ WC stehen auch zur Verfügung. Sie werden einmal am Tag gereinigt, wer sie gerne sauber hat, geht am besten am Morgen zum Duschen.

Bei der Herren befindet sich eine Waschmaschine & Trockner. Seit diesem Jahr hat es neue Geräte. Zum Glück, die alten war nicht der Hit. Entweder wurde die Wäsche nicht sauber oder nicht richtig geschleudert. Eine Maschine kostet €7.- was meiner Erfahrung ein normaler Preis für Italien/ Spanien ist.

Wir hatten unsere Wäsche dieses Mal zu einer Wäscherei gegeben (Hol – und bring Service) aus oben genannten Gründen. €150.- hat alles gekostet, Bettwäsche, Handtücher für 8 Personen und Kleidung für 2 Personen von einer Woche. Also sehr teuer, die Marina hat hier sicher etwas mit aufgeschlagen, sie hat es für uns organisiert. Werden wir also nicht mehr machen. Wenn wir selber waschen ziehen wir es sowieso vor die Wäsche auf dem Deck aufzuhängen und in der Sonne und dem Wind trocknen zu lassen.

Wenn man in Hafennähe ist kann man kurz auf Channel 74 anfunken, es kommen zwei Superhirne Marineros zum Helfen. Einer von ihnen spricht deutsch und beide auch nebst italienisch auch englisch.

Es stehen jeweils 2 Mooring Leinen zur Verfügung. Die sind meistens nicht so sauber, man sollte also seine Mooring-Handschuhe parat halten. Sowieso ist das Wasser im Hafen recht schmuddelig und je nach Wind und Strömung stinkt es recht. Es hat sehr viele Fische hier um die Schiffe herum, nachts hört man manchmal ein schlürfen von Ihnen, dann saugen sie sich am Unterwasser fest und sind am fressen, für uns ja gut, so wird das Unterwasser immer sauber sein.

Wir haben auch schon oft im Hafenbecken 5 Delfine gesichtet, einen ist ein Jungtier. Die Meere sind halt recht leer gefischt und hier finden sie genug Nahrung.

Wenn man sein Schiff mal länger hier stehen lassen möchte, ist das meistens möglich. Allerdings sollte man vorher per Mail reservieren. Meistens wird dann eine Anzahlung verlangt. Wir zahlen für 15 m und 10 Tage etwas über € 800.-. Zum Vergleich: im Stadtzentrum möchte die Marina pro Nacht € 160.- haben. Hat aber nicht wirklich viel zu bieten, das sind da halt Preise wie in Porto Rotondo.

Nicht zu vergessen, den Radiosender Ottonove Classic (89), hier hörten wir am 08. Juli George Michael mit dem Xmas Lied Last Christmas, etwas irritierend zu dieser Jahreszeit, ich sass gerade im Bikini am Frühstücken aber doch schön. Sie spielen wirklich tolle Musik.

Unsere Nachbarn am Steg: hier fällt diesen Vormittag ein junges Elternpaar auf mit ihrer kleinen Tochter (ca. 3 Jahre). Die Yacht auch eine Segelyacht der gleichen Marke wie die LUMUMBA. Das Schiff ist wohl vor kurzen zu diesen Elternpaar gezogen. Es fällt auf, die kleine kam es den Eltern nicht recht machen… da keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, kein Netz um das Schiff gespannt, keine Rettungsweste montiert an der kleinen. Die kleine bewegt sich und darf es eigentlich nicht. Die Mutter ist hilflos überfordert und ständig hört man den klappst auf dem Po des kleinen Mädchens, danach ein weinen des kleinen Mädchens. Zusätzlich hört man die Mutter vorwurfsvoll den Namen des Mädchen rufen immer: Giulia.. Giuuuliaa…

Ich bin kurz davor zu fragen ob ich die kleine Giulia mal nehmen soll oder ich Ihnen eine Rettungsweste leihen soll. Vielleicht sollten Sie Giulia einsperren, dann haben sie ihre Ruhe…🙄

Noch immer sind wir damit beschäftigt, den Windmesser zu reparieren. Jürg ist unermüdlich. Ich ziehe ihn bereits das 4. Mal auf den Mast hoch. Er hat zum Glück seine Taktik geändert und nimmt das Spifall um eine Schlaufe zu machen in der er sich hochziehen kann, so geht es etwas einfacher. Dieses Mal hat es geklappt und wir haben den Windmesser provisorisch reparieren können.

Inzwischen ist die kleine Giulia erlöst. Ihr Papa hat sie an einen Arm rüber über das Heck auf den Steg gezogen. So macht man das hier wohl. Das habe ich auch schon öfter gesehen allerdings war es Ann ein kleiner Hund. Das ist hier sehr beliebt. Der Hund wird einfach an der Leine hochgezogen, er ist ja eher leicht und somit wohl eine grosse Versuchung.

Zum Schluss sei gesagt, die Marina hier gibt sich viel Mühe, im letzten Jahr sind viele Verbesserungen geschehen. Wir können sie wirklich empfehlen!

 

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