ÜBERFAHRT BENALMADENA – GRAN CANARIA

Etwas Pech und dafür umso mehr Menge Spass, das sind für mich die Erinnerungen an diesen Segeltörn, an den ich noch oft gerne denken werde!

 

Der Gästebucheintrag unserer Crew! Ein originales Rätsel

 

Unser 2 Wöchiger Segeltörn nach Gran Canaria startet am Samstagabend mit dem Eintreffen unserer Gästecrew. Wie so oft kommt oft einiges anderes als gedacht. Ein Gast und auch zugleich unser Käselieferant aus der Schweiz kommt bereits am Mittag vorbei um den Käse abzuliefern – ich bin schockiert als ich die grosse Menge an Käse sehe; wo soll ich damit nur hin?!

Zwei der anderen Gäste kommen wie abgemacht gegen 18:00 Uhr zum Schiff und unser vierter Passagier kommt mit dem Flugzeug spät an, es wird also ein Abendessen in Los Delphinos, eine typische Spanische Beiz, zu fünft.

Am Sonntag gibt es eine genaue Einführung von Schiff und Seemannschaft. Alles wird durchgegangen – es ist sehr viel Theorie!

Am Mittag geht es los! Ein kurzer Segel Tag zum Eingewöhnen und für uns Gelegenheit unsere Gäste zu spüren, schauen was sie drauf haben. Es ist schnell klar, wer mit wem auf Wache kommt und wem man mehr Vertrauen schenkt und wem weniger. Unser erstes gemeinsames Anlegemanöver klappt prima. Unsere Ruhige Art und das jedes Anlegemanöver vorher besprochen wird, gibt den Gästen Vertrauen. Jeder weiss was er machen muss – kennt seine Aufgabe.

Es ist Dienstag und wir starten durch die Strasse von Gibraltar gegen 11 Uhr, etwas später als geplant. Ich spüre bei allen eine kleine Nervosität, was normal ist, da es für unsere Gäste das erste Mal ist, so lange auf dem Meer zu sein ohne Landgang. Bei einen der Gäste habe ich das Gefühl seine Nervosität beschränkt sich auf das Essen. Habt ihr noch mal essen aufgestockt, war seine einzige Frage am Abend bevor es losging.

Nur fliegen ist schöner.

Sieht nach nichts aus unter Vorwind, hatte es aber in sich, die Strasse von Gibraltar.

Wir brausen durch die Strasse Gibraltar mit bis zu 45 Knoten Wind. Die Düse die sich durch die Strasse aufbaut ist für die nächsten 2 Tage sehr hoch angesagt. Bis 9 BF werden uns vom Deutscher Wetterdienst voraus gesagt, es trifft zu. Wenn die Gischt schneller ist als der Wind dann ist es ein echter Sturm. Da wir Wind von „achtern“ haben ist es nicht ganz so wild, dennoch muss das Ruder fest in den Händen gehalten werden. Die Lumumba läuft unseren Gästen ab und zu aus dem Ruder.

Strasse von Gibraltar – Hier hatten wir noch genug Wind!

Gegen späteren Abend wird der Wind weniger und in der Nacht verlässt er uns ganz, wie in der Vorhersage angekündigt, wir stellen den Motor an und Motoren den ganzen Mittwoch durch. Die Sonne scheint auf uns runter, es ist sehr warm. Als ich auf dem Vordeck mit Jürg eine Zeitlang sass, wünschten ich uns Delphine. Die Atlantik Welle über den so ruhigen Atlantik rollen zu sehen, mit der Sonne die eine Sternen Strasse auf dem Meer bildete, war wunderschön anzuschauen. Es sah aus wie eine Dünen Landschaft in der Wüste. Einige Zeit später wurde mein Wunsch erfüllt… Delphine besuchten uns und begleiteten uns einige Minuten auf unserem Weg.

Am Donnerstag gegen Mittag versuchen wir weiter mit Vorwindkurs etwas Wind in das Grosssegel zu fangen. Immer zwischen 10 und 14 Knoten. Später als sich der Wind etwas gedreht hatte, setzen wir unseren Parasailer und Bargen das Grosssegel. Ein nicht einfacher Kurs unter den gegebenen Umständen dennoch haben wir Erfolg und können den ganzen Tag segeln, mit 5 kn schiebt der Atlantik die Lumumba langsam vorwärts. Das erste Abendessen mit unserer neuen Crew, wir machen Gemüse Risotto. Es schmeckt allen gut und einer unserer Gäste verputzt 3 Portionen. Ab jetzt ist spätestens klar, wir müssen immer reichlich kochen…. Schnell hat er seinen neuen „Spitzname“ von einen der anderen erhalten; Wir nennen ihn zärtlich „Entsorgungsanlage“, was überhaupt nicht böse gemeint ist.

Die Stimmung war super – es wurde immer viel gelacht!

Die Stimmung ist soweit gut, es ist eine sehr grosse Herausforderung auf so engem Raum zusammen zu leben, wenn auch nur für kurze Zeit, erfordert von allen Toleranz und Rücksicht in jeder Hinsicht.

Auf unseren Weg in die Karibik ist diese Reise eine wichtige Strecke. Die Crew die uns später begleiten wird, kommt in GC an Bord. Die Lumumba kommt in Mogan noch einmal für eine paar Tage an Land und es werden noch ein paar Dinge angeschaut. Unter anderen gibt es einen neuen Unterwasser Anstrich. Ich selber werde für ein paar Tage nochmal nach Hause fliegen. Unsere Satelliten Telefon holen und noch ein paar Sachen, die in der Schweiz einfacher zu bekommen sind. Wenn ich dann wieder zurück bin, werden Jürg und ich uns an den Einkauf für unsere lange Reise machen. Wieviel wir genau kaufen sollen von allen, da bin ich auch noch nicht sicher.

 

 

Wir haben heute die Hundewache von um 3-6 Uhr. Kurz bevor unser Wecker klingelt werden wir von einen uns unbekannten Geräusch geweckt. Wir wissen nicht woher es kommt aber es hört sich nicht gut an. Wir tippen auf den Autopiloten oder die Ruderanlage, beides ist es nicht. Jürg nimmt unsere Trennwand zur anderen Heck Kabine weg um an den Motor zukommen. Auf dem ersten Blick fällt nichts auf ausser das eine Opfer Anode von der Welle sich gelöst hat. Wir wissen nicht wieso und sind eigentlich auch verwundert dass dort überhaupt eine Opferanode ist. Jürg hat das Teil wieder montiert und alles gut eingefettet, uns fällt auf das das Geräusch weg ist. Wir denken nun das, dass Geräusch evtl. entstanden ist als die Anode sich gelöst hat. Als wir den Motor wieder anschalten, fällt uns auf das wir unter derselben Umdrehungen wie vorher weniger Speed machen. Schnell ist klar was los ist; wir haben ein Getriebe Problem! Es ist ca. 4 Uhr und ca. 260sm vor Madeira, als wir das Grosssegel und die Genua setzten. Wind ist mit 5-7 kn eher wenig vorhanden. Wir machen bis 2 kn Speed.

 

Yee-haw… das macht Spass

Wir können nicht Motoren und überlegen nun ob wir direkt Lanzarote ansteuern sollen, der Kurs wäre halber Wind und wir würden evtl. schneller dorthin kommen als nach Madeira.

Madeira würden wir mit dieser Geschwindigkeit am Montag erreichen. Nach Lanzarote sind es noch 320 sm. Mit in die Überlegungen muss das Proviant und das Trinkwasser gerechnet werden. Wir sind davon ausgegangen, auf Madeira beides aufzustocken. Es wird also knapp!

Wenig Schlaf und ein Huhn ohne Kopf macht Dinge von denen es keine Ahnung hat, nerven an diesen Morgen.

Einer der Wachteams meint es zu gut und wollte das Deck mit Salzwasser spülen, bemerkt jedoch nicht das unsere Fenster auf sind, wir schlafen Achtern und dort hat es Luken zur Innenseite des Decks. Es wird alles nass bei uns. Als nächstes stellen wir fest, dass das Ruder festgedreht ist. Irgendjemand schraubt immer dran rum ohne zu wissen wofür es gut ist. Da kann eine Menge kaputt gehen. Oder der Müll; wir versuchen unser bestes, versuchen den Müll zu trennen: Alu, PET, normaler Müll. Ich frage mich diese Woche zum wiederholten Male: was hat einen Bananenschale bei den Alu Dosen zu suchen?! Ich stelle wieder fest unsere Gäste schalten ihr Gehirn einfach ab bei uns auf dem Schiff. Einer von der Crew meinte, so jemanden nennt man „Huhn ohne Kopf“. Passender geht es kaum, finde ich. Über diese „Huhn ohne Kopflosigkeit“ sind wir noch nicht gekommen. An ihn werden wir noch oft denken. Wir rechnen ihn hoch an, dass er über einige schwierige-schwierige Momente, nie seinen Humor verlor!

Uns ist auch bewusst, dass es nicht alle gewöhnt sind auf einen Schiff zu Leben. Es ist komplett anders und je länger man Zeit auf einer Yacht verbringt desto besser wird es – Also, die Hoffnung stirbt als letztes 🙂

Ja, es war schön warm, die ganzen 14 Tage. So das der eine kurzerhand die Badehose montierte.

Gegen späten Vormittag als alle aufgestanden sind geben wir unser Problem mit dem Getriebe und unsere Entscheidungen bekannt. Die ganze Geschichte wird mit viel Humor entgegen gebracht. Wir lachen bei der Vorstellung mit der Lumumba weiter unter Motor zu laufen, halt einfach im Rückwärtsgang, der einzige der noch funktioniert. Wir machen bewusst, dass wir nun ein „richtiges Segelschiff“ sind. Wir ändern unseren Kurs von 253 Grad auf 206 Grad und starten auf zu unseren neuen Ziel: Lanzarote!

Uns kommt die „Roxana“ eine andere Segelyacht auch unter Kojen Charter, unterwegs entgegen. Wir kreuzen uns so nahe das wir einander zuwinken. Wie verrückt ist das den denke ich! Der Atlantik ist riesig und wir treffen mit einen deutschen Kollegen zusammen. Wir überlegten natürlich ob wir ihn hätten anfunken sollen. Doch was hätte er für uns tun können? Zurzeit besteht ja keine Gefahr, wir segeln, langsam aber wir segeln. Sollte der Wind sich für längere Zeit verabschieden, dann wäre es klar für uns, dass wir einen Frachter anfunken müssen aber dies ist im Moment kein Thema.

Wo ist der Wind?

Es kommt mir vor als ob alle einen Galgenhumor entwickelten. Wir hören Seemannslieder von Hans Albers, sind vergnügter wie nie zuvor in den letzten Tagen. Wir segeln bei 6 kn oder vielleicht besser gesagt wir „dümpeln“. Die Sonne brennt heiss herunter und es haben sich einige blinde Passagiere eingefunden, die sind uns nicht sehr lieb, es sind nervige kleine Fliegen. Wo kommen die bloss her? Unsere Angel, mit der wir bis jetzt nie wirklich etwas gefangen hatten, ist im Dauereinsatz. Vor einigen Stunden hat sich ein Fisch in den Köder verliebt, hat „angebissen“ und als ich die Angel endlich eingeholt hatte, war der Fisch futsch mitsamt den Köder, sein Name war übrigens Jonny Cochonnes (aber das ist ein Insider-Witz) 😩.

Unsere Wache hat heute um 21:00 Uhr begonnen. Als unsere wachen um 24:00 Uhr wieder endet haben wir 265 sm als ETA auf dem Plotter stehen, wir machten somit in unsere 3 stündigen Wache 7 sm. Jetzt sind wir bei ETA 242 sm. Wir sind auf einen Entschleunigungstörn. Das erste Mal seit wir die Lumumba haben können wir nicht einfach Gas geben. Eine neue Erfahrung für uns. Eine Erfahrung die uns auch neue Dinge lernt. Unser Proviant ist bis Madeira geplant. Danach wollten wir neu einkaufen. Jetzt da wir nicht genau wissen wie lange wir brauchen fühle ich mich dazu aufgefordert auf das Proviant zu schauen, damit es bis zum Ende langt. Ein Crew Mitglied, inzwischen umgetauft als „Entsorgungsanlage“, futtert was er kann. Nichts ist vor ihm sicher. Langsam bekomme ich Angst, dass unter diesen Umständen unser Proviant nicht reicht.

Die Nacht hat uns etwas Wind beschert und wir konnten mit immerhin 4bf segeln, somit sind wir etwas vorwärts gekommen. Als unsere Wache anfing um 24 Uhr wurde es allerdings wieder etwas weniger.

Heute Vormittag hat unsere „Entsorgungsanlage“ hinten am Heck mit Salzwasser geduscht. Der Vorschlag sich ihm anzuschliessen, blieb beiuns anderen erfolglos.

Unsere Wache beginnt in 15 min und ich bin total müde. Die Lumumba schaukelt im Atlantik rum, ich bezweifle das wir die letzten 3 Stunde gross vorwärts gekommen sind. Heute ging der Tag schnell rum, wir haben uns mit allen möglichen beschäftigt ausser mit segeln: zuerst habe ich noch ein feines Früchtebrot gebacken, da kam unser Bäcker-Meister und fragte ob ich viel Mehl an Bord hätte. Kurzerhand backte er ein feines Pizzabrot aus Dinkelmehr, unser Aperitif war total somit lecker.

feine Bruscetta mit frischen Brot …

Da er ein gelernter Bäcker-Konditorei Meister ist, war es für ihn ein Kinderspiel. So elegant wie er das Dinkelbrot geschlagen hat werde ich es nie können. Zudem, und das sei hier auch erwähnt, waren wir die ganzen 14 Tage angesteckt von seiner „guten Laune“ Jürg und ich sind uns einig, er tat uns allen gut! Merci! Die Wache verbrachte er mit seinen Kojenpartner auf Deck mit Diskussionen, ich habe die beiden immer reden gehört. Habe mich gewundert, dass da der Gesprächsstoff nie ausging.

… und der Meister dazu!

Inzwischen ist es bereits nach 14 Uhr und wir „dümpeln“ (was auch sonst) wieder mal auf dem Atlantik rum. Das Grosssegel schlägt links nach rechts und umgekehrt weil es wohl nicht ausgelastet ist. Es ist ein unangenehmes schlagen wenn der Baum von einer Seite zur anderen versucht zu schlagen und durch die Bullentaille gebremst wird. Es tut uns in den Ohren weh und wir denken an unser armes Material. Durch unseren Vorwindkurs den wir haben kommt noch eine andere Herausforderung dazu. Die Solarpanels bekommen nur wenig Sonne ab, so dass die Batterien zu wenig aufladen können. Also müssen wir immer wieder mal den Motor im Leerlauf laufen lassen. Das ist dann auch recht amüsant wenn man im Salon steht und aus dem Fenster schaut und der Motor läuft, da spielt einen der Kopf einen Streich, wir haben das Gefühl schnell vorwärts zu kommen, schauen aus dem Fenster und stehen eigentlich doch still….

Auch unsere Angelversuche blieben nur fast Erfolglos; ein grosser, gelber und wunderschöner Fisch. Zu schade zum Essen, wie ich fand. Da wir nicht wussten ob er geniessbar ist, kam er zurück ins Wasser, zum Glück, er tat mir leid. Zur Schande von unserer Entsorgungsanlage, er meinte, er hätte ihn gegessen…

Einen Tag später fingen wir noch einmal den gleichen Fisch aber viel kleiner. Auch dieser hatte Glück und durfte wieder in die Freiheit zurück.

Inzwischen ist bereits der 04. November und wir sind gut In Puerto Mogan angekommen.

Es ist viel passiert und eigentlich doch nicht viel. Wir haben Glück und konnten noch Wale sichten. Und einmal mehr auch Delphine, auch in der Nacht, wir hören sie schnaufen. Am Dienstag erreichten wir Arrecife auf Lanzarote. Wir segelten mit gereffter Genua bis kurz vor dem Steg und lassen uns dort helfen mit einen Schlauchboot. Jürg und ich stocken die Lebensmittel auf und der Rest der Mannschaft geniesst ihren Landgang.

Am nächsten Vormittag geht es auch schon weiter, die Reparatur am Getriebe werden wir auf GC machen lassen. Ein nettes Holländisches Ehepaar schleppt uns aus dem Hafen und von dort können wir mit wunderschönen Wind unter Parasailor in Richtung Gran Canaria segeln. Zumindest die erste Zeit; zum Abend hin verlässt uns der Wind, wir bergen den Parasailor und setzen das Gross und die Genua und „dümpeln“ wieder einmal. Es liegen noch immer 160 sm vor uns. Wir brauchen eine gefühlte Ewigkeit für diese letzten Meilen. Noch einmal Nachtwache und noch einmal die Hundswacht, jeder hatte gehofft, er müsse nicht mehr und jeder kam noch zweimal ran.

6 sm vor Puerto Mogan war dann alles weg vom Wind. Einmal in meiner Wache, dreht sich die Lumumba um sich selbst und blieb mit Bug in Richtung Teneriffa stehen, das geht jetzt aber gar nicht, dachte ich mir so. Und bevor ich weiter über die Folgen (keine drastischen, wohlgemerkt) nachdachte, schaltete ich unser Bugstrahlruder an und drückte mit sanfter Gewalt die Lumumba wieder in die richtige Richtung, hehe dachte ich mir, da blökte es von unten hervor, spinnt duuuu, schalte das Bugstrahlruder aus!! Es war so laut das alle sofort Wach geworden sind und dachten sie verpassen die Hafeneinfahrt. Dabei waren es noch immer 4 sm.

Unser Kollege in Puerto Mogan hatte gegen 9 Uhr dann erbarmen mit uns und schleppte uns mit seinen Schlauchboot ab.

Inzwischen wissen wir auch, dass es sich bei dem Fisch um einen Mahi Mahi handelte, der äusserst delikat sein soll. Wir haben ausserdem extra drei neue Köder und einen neuen Kescher von unsere Crew als Geschenk bekommen. Wenn ich jetzt schreiben würde, wir haben uns sehr gefreut und werden es in Ehren halten, wäre mein schlechter Ruf als Fischer komplett, deshalb formuliere ich es anders; wir werden die nächsten 4 Woche fischen was der Atlantik zu bieten hat, und wenn wir einen Mahi Mahi fangen, werden wir ihn aufessen und dabei an unsere tolle Crew zurückdenken! Der erste Mahi Mahi wird für euch sein! Die Roxanna hat einen Tag nach uns hier im Hafen angelegt, genau neben uns, sie meinten, dass sie viel Geld für Diesel ausgegeben hätten. Da sagt ich zum Skipper, siehste das konnte uns mit dem Getriebeschaden nicht passieren…

Und ich weiss nicht wie es euch geht aber ich spüre eine tiefe Entspannung seit wir diesen Entschleunigungstörn gemacht haben.

Merci vielmals an Euch ALLE für diese tolle 14 Tage!

Liebe Grüsse

Kathrin und Jürg

 

 

Marina in Marsala

Die Meisten Marinas auf Sizilien sind eigentlich nur ein oder mehrere Stege. Jeder Steg gehört einer anderen Person. Diese hier ist grösser. Kleinere Reparaturen können hier auch gemacht werden, es besteht auch die Möglichkeit sein Schiff rauszunehmen.

Das Büro besteht, wie so oft hier auf der Insel, aus einen oder mehreren Containern. Dusche und Wc’s sind auch vorhanden. Wir ziehen aber unsere Heckdusche vor. Es ist dermassen heiss im Moment, dass die duschen im Container Seher einer Sauna gleichen.

Wir zahlen für unsere Lumumba €80.- können den Preis aber auf € 70.- drücken. Wenn man die Landessprache beherrscht ist man relativ schnell Freund hier. Jeder Italiener ist Stolz auf sein Land und freut sich wenn man seine Sprache kann.

Am Steg halten sich überwiegend italienische Schiffe auf, Touristik aus anderen Ländern sehen wir zur Zeit nicht so oft. Liegt vielleicht an der Angst auf Flüchtlinge zu stossen. Bei dieser Gelegenheit sei gesagt, Angst vor ein zusammentreffen mit einen Flüchtlingsboot ist vielleicht nicht unbegründet aber kommt so gut wie nie vor. Uns ist letztes und auch dieses Jahr keines in die Quere gekommen.

Die Schiffe am Steg werden überwiegend hier für Tagesausflüge genutzt. Ein wohl florierendes Business, die Menschen die heute früh hier bereits alle auf eines der Schiffe verschwinden sind der beste Beweis dafür.

Der alte Fischkutter ist nicht mehr als solcher im Betrieb. Er wurde umgebaut und nun als privater Kutter benutzt. Sieht sehr knuffig aus.

Karibik

 Lumumba auf den Weg in die Karibik

… endlich ist es so weit; die Vorbereitungen für unseren 1. Grossen „Teichsprung“ laufen auf Hochtouren. Ende November werden wir uns von Gran Canaria aus mit einer 4-Köpfigen Gästecrew auf den Weg in die Karibik machen. Zu 6. wird in einen Rythmus von 3-4- Stunden abwechselnd Wache geschoben. Die Wache besteht jeweils aus 2 Personen und dies die ganze Reise durch.

 

Lumumba ist fitter denn je, sie strotzt nur so vor Gesundheit http://segeln.ch/infos/yacht/ und so sind wir guter Dinge und freuen uns auf ca. 3 Wochen Segelspass in Richtung Karibik. Anfang November werden wir noch das Unterwasserschiff auffrischen, es wird noch eine Salzwasserpumpe eingerichtet damit uns das Süsswasser nicht zu knapp wird, so kann das dreckige Geschirr mit Salzwasser vorgespült werden. Für die Familie und Freunde werden wir in dieser Zeit nur Sporadisch erreichbar sein, unser Wetter werden wir regelmässig durch den DWD per Satelliten-Telefon erhalten. Für ausreichend Platz um Verpflegung zu bunkern ist gesorgt, wir nehmen absichtlich nur 4 Gäste mit, so bleibt für die lange Reise genügend Platz und eine freie Kajüte, diese wird als Vorratskammer für diese Reise eingerichtet.

 

Unsere Segelreisen „Von Insel zu Insel“ in der Karibik sind die beste Art diese wunderschöne Region kennenzulernen. Der immerwährende Passatwind (es gibt keine Hurrikane im Winter) sorgt für „Super-Segeln“, tropische Natur, Reggaeklänge vom Strand, Schnorcheln am Riff und Baden im türkisblauen Wasser sind weitere „Zutaten“ dieser meist 2 wöchigen Segelreisen (Es kann auch nur eine Woche gebucht werden).

Den Lumumba Törn Kalender 2018 mit den Karibik Angeboten findet ihr hier: http://segeln.ch/uebersicht-2018/

 

 

Keine Lust zum Segeln?

Wolltest du schon immer auf Safari? Jürg’s Bruder Urs bietet individuelle Safari’s und Erlebnisreisen in Tansania an. Auf der Homepage von Starsafari Tours, www.starsafari.ch, sind verschiedenste Reisevorschläge aufgeführt. Diese können ganz auf die persönlichen Wünsche zugeschnitten werden.

Die Reisen werden durch den lokalen Partner (25 Jahren Erfahrung) durchgeführt. Für einen anschliessenden Badeurlaub in Sansibar werden Transfer und verschiedene, ausgesuchte Unterkünfte angeboten.
Preise für 1-12 sind auf der Seite ersichtlich, individuelle Anfragen können über info@starsafari.ch gestellt werden.
Urs berät dich gerne am Telefon +41 76 4236220.

Schwimmsteg am Vulcano

Ein Steg zum Anlegen oder eine Boje davor, dies sind die zwei Optionen die man hier hat. Der Platz am Steg kostet für uns €80.- und es wellt genauso wie an der Boje aber man hat zusätzlich Wasser und Strom, Dusche und WC.

Hier ist als ob man nach Hause kommt, alles ist sehr familiär und wir haben uns sofort wohl gefühlt. Mit wenigen Möglichkeiten hat man es hier wirklich nett gemacht.

Die Marineros sind allesamt freundlich und hilfsbereit. Man kommt gerne her! Am meisten hat es mir natürlich der Marina -Haus – Hund Kim angetan.. Ein 7 jähriger Labrador Rüden, der einen ausgeglichenen Eindruck auf mich macht. Ich bringe ihm dann auch von unseren Spaziergang einen Hundekuchen mit, den er dankbar annimmt und nicht wieder hergibt.

Reservieren konnten wir unseren Liegeplatz telefonisch. Wenn man an die Insel ranfährt kommt meist bereits ein Schlauchboot der Marina entgegen und hilft weiter.

Der Steg ist wie überall hier mit Franzosen überfüllt. Wie immer wissen die Franzosen, nicht was sie tun. Sie brauchen keine Prüfung ablegen….

Fazit: Auch hier kommen wir gerne wieder her!

 

Marina Porto Pignataro

Isole Eolie

38Grad 28 Grad , 55 N 14 Grad 57 Grad, 88 E

VHF channel 74

Wir entscheiden uns dieses Mal für den Hafen in der Bucht von Marina Lunga, Porto Pignataro

Die Schwimmstege die sonst noch Möglichkeiten zum Übernachten bieten, haben uns die letzten Male nicht überzeugt. Durch den Fährbetrieb wird man bis spät in die Nacht durchgeschüttelt, es hat keine Sanitären Anlagen, nur Wasser und Strom. Kostet aber genau so vie,l wie wir dieses Mal für einen sicheren Hafenplatz bezahlen, 15 m im Juli bis zum 20. August kosten hier satte € 100.-.

WCs und Duschen sind ok, Wasser und Strom ist auch vorhanden. Es hat pro Schiff zwei Mooringleinen. Die Marineros sind professionell und sofort zur Stelle, allerdings waren sie nicht sehr gesprächig. Gut, das kann ich noch verstehen, bei all dem was sie so erleben….

Die Dame im Hafenbüro ist freundlich und gibt Auskunft, sie ist sehr geschäftstüchtig. Wir konnten den Platz einen Tag vorher mit einem Anruf reservieren, der Preis von 100 € haben wir runter gehandelt. Es wäre sonst bei €130.-.

Die Marina hat Platz für 150 Schiffe.

Es herrscht ein reges Treiben an unserem Steg. Grosse und Breite Segelyachten wechseln sich mit noch breiteren Motoryachten ab, italienische Yachties, die bereits ihren Liegeplatz haben, hechten raus ans Deck aus Angst ihre Schiffe könnten beschädigt werden, von denen die ankommen. Tatsächlich sind die Plätze auch oft sehr eng, das hängt wohl mit den heutzutage immer breiteren Yachten zusammen.

Hafen Theater Pur, für Unterhaltung ist hier gesorgt.

 

 

 

 

 

Leider liegt der Hafen sehr weit entfernt von Lipari’s Zentrum, man hat einen Fussmarsch von ca. 25-30 min um in die Altstadt zu kommen. Es hat leider keinen Fussweg und somit ist man gezwungen auf der kleinen und umso mehr sehr befahrenen Strasse längs zu gehen. Hier fahren Rollers, PKWs und Lkw’s im typischen Italian-Style. Vorsicht ist geboten. Ein Taxi zu mieten ist sicher eine Überlegung wert.

Allen im allem; der Hafen ist okay, wer weniger Geld ausgeben möchte und den Fussmarsch nicht in Kauf nehmen möchte, entscheidet sich für einen in der Nähe gelegenen Schwimmstege.

 

 

 

 

Marinas und Hafen-Theater

Liebe Segelfreunde

 

Ab Heute werden wir über Marinas und Hafen – Casino berichten.

Welche Häfen die wir besuchen sind empfehlenswert und von welchen raten wir ab. Was haben wir am Steg erlebt.

Sicher gibt es hier viel zu erfahren und Lustiges zu lesen.Wir starten auf Sardinien:

 

Cagliari/Sardinien – Marina di Sant’Elmo

 

Die Marina ist etwas vom Centrum entfernt, zu Fuss ca. 20 min. Dafür etwas weniger Rummel und kein Lärm. Auch preislich sicher ein wichtiger Aspekt.

Die Marina wird von 3 Brüder geführt. Der zweite ist im Büro der Marina zu finden, er heisst Massimo Einer davon ist der Luigi, er betreibt die Werft, sie ist 3 min von der Marina entfernt. Vor 3 Jahren haben wir dort unser Unterwasser neu gemacht. Am Wochenende darf man aus versicherungstechnischen Gründen nicht dort arbeiten.

Die Marina hat ein Restaurant mit sehr. Feiner Küche diese wird vom dritten Bruder geführt. Das es dort immer frische Gerichte gibt, verdankt man ihm, da er selber ein Leidenschaftlicher Esser ist, was auch Unübersehbar ist. Die Freundlichkeit ist auch hier immer vorhanden und wir haben somit unser Stammrestaurant gefunden. Frischer Fisch ganz nach sardischer Art (was heissen soll, er wird komplett mit Innereien geliefert, wer das nicht mag, muss es sagen.) Knackiger Salat, feinen grilliertes Gemüse, dass ist hier der Bestseller. Aber auch wer ein Fleisch-Tiger ist, findet hier etwas Feines für sich. Spagetti alle Vongole (Venusmuscheln) sind auch sehr zu empfehlen.

Duschen/ WC stehen auch zur Verfügung. Sie werden einmal am Tag gereinigt, wer sie gerne sauber hat, geht am besten am Morgen zum Duschen.

Bei der Herren befindet sich eine Waschmaschine & Trockner. Seit diesem Jahr hat es neue Geräte. Zum Glück, die alten war nicht der Hit. Entweder wurde die Wäsche nicht sauber oder nicht richtig geschleudert. Eine Maschine kostet €7.- was meiner Erfahrung ein normaler Preis für Italien/ Spanien ist.

Wir hatten unsere Wäsche dieses Mal zu einer Wäscherei gegeben (Hol – und bring Service) aus oben genannten Gründen. €150.- hat alles gekostet, Bettwäsche, Handtücher für 8 Personen und Kleidung für 2 Personen von einer Woche. Also sehr teuer, die Marina hat hier sicher etwas mit aufgeschlagen, sie hat es für uns organisiert. Werden wir also nicht mehr machen. Wenn wir selber waschen ziehen wir es sowieso vor die Wäsche auf dem Deck aufzuhängen und in der Sonne und dem Wind trocknen zu lassen.

Wenn man in Hafennähe ist kann man kurz auf Channel 74 anfunken, es kommen zwei Superhirne Marineros zum Helfen. Einer von ihnen spricht deutsch und beide auch nebst italienisch auch englisch.

Es stehen jeweils 2 Mooring Leinen zur Verfügung. Die sind meistens nicht so sauber, man sollte also seine Mooring-Handschuhe parat halten. Sowieso ist das Wasser im Hafen recht schmuddelig und je nach Wind und Strömung stinkt es recht. Es hat sehr viele Fische hier um die Schiffe herum, nachts hört man manchmal ein schlürfen von Ihnen, dann saugen sie sich am Unterwasser fest und sind am fressen, für uns ja gut, so wird das Unterwasser immer sauber sein.

Wir haben auch schon oft im Hafenbecken 5 Delfine gesichtet, einen ist ein Jungtier. Die Meere sind halt recht leer gefischt und hier finden sie genug Nahrung.

Wenn man sein Schiff mal länger hier stehen lassen möchte, ist das meistens möglich. Allerdings sollte man vorher per Mail reservieren. Meistens wird dann eine Anzahlung verlangt. Wir zahlen für 15 m und 10 Tage etwas über € 800.-. Zum Vergleich: im Stadtzentrum möchte die Marina pro Nacht € 160.- haben. Hat aber nicht wirklich viel zu bieten, das sind da halt Preise wie in Porto Rotondo.

Nicht zu vergessen, den Radiosender Ottonove Classic (89), hier hörten wir am 08. Juli George Michael mit dem Xmas Lied Last Christmas, etwas irritierend zu dieser Jahreszeit, ich sass gerade im Bikini am Frühstücken aber doch schön. Sie spielen wirklich tolle Musik.

Unsere Nachbarn am Steg: hier fällt diesen Vormittag ein junges Elternpaar auf mit ihrer kleinen Tochter (ca. 3 Jahre). Die Yacht auch eine Segelyacht der gleichen Marke wie die LUMUMBA. Das Schiff ist wohl vor kurzen zu diesen Elternpaar gezogen. Es fällt auf, die kleine kam es den Eltern nicht recht machen… da keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, kein Netz um das Schiff gespannt, keine Rettungsweste montiert an der kleinen. Die kleine bewegt sich und darf es eigentlich nicht. Die Mutter ist hilflos überfordert und ständig hört man den klappst auf dem Po des kleinen Mädchens, danach ein weinen des kleinen Mädchens. Zusätzlich hört man die Mutter vorwurfsvoll den Namen des Mädchen rufen immer: Giulia.. Giuuuliaa…

Ich bin kurz davor zu fragen ob ich die kleine Giulia mal nehmen soll oder ich Ihnen eine Rettungsweste leihen soll. Vielleicht sollten Sie Giulia einsperren, dann haben sie ihre Ruhe…🙄

Noch immer sind wir damit beschäftigt, den Windmesser zu reparieren. Jürg ist unermüdlich. Ich ziehe ihn bereits das 4. Mal auf den Mast hoch. Er hat zum Glück seine Taktik geändert und nimmt das Spifall um eine Schlaufe zu machen in der er sich hochziehen kann, so geht es etwas einfacher. Dieses Mal hat es geklappt und wir haben den Windmesser provisorisch reparieren können.

Inzwischen ist die kleine Giulia erlöst. Ihr Papa hat sie an einen Arm rüber über das Heck auf den Steg gezogen. So macht man das hier wohl. Das habe ich auch schon öfter gesehen allerdings war es Ann ein kleiner Hund. Das ist hier sehr beliebt. Der Hund wird einfach an der Leine hochgezogen, er ist ja eher leicht und somit wohl eine grosse Versuchung.

Zum Schluss sei gesagt, die Marina hier gibt sich viel Mühe, im letzten Jahr sind viele Verbesserungen geschehen. Wir können sie wirklich empfehlen!

 

Gran Canaria und Refit 2016/17

Endlich – die Sasion fängt auch bei uns wieder an. Nach vielen arbeiten an der LUMUMBA sind wir nun Startklar. Was haben wir alles gemacht? Das Untewrwasserschiff hat nach 2 Jahren ein neuen Anstrich bekommen. Schwierig wurde es mit der Farbe. Wir mussten letztendlich auf welche zurück greifen, die hier auf der Insel bereits vorhanden gewesen ist.

Der Dieseltank brauchte auch dringend eine Grundreinigung. Schlick im Wasserabscheider/Diesel Vorfilter haben uns bereits seit einiger Zeit drauf aufmerksam gemacht. Der Diesel der noch im Tank gewesen ist wurde von durch ein Ventil welches wir rausgenommen haben, mit einer Pumpe haben wir dann den Diesel rausgepumpt und gleichzeitig gefiltert. Der Tank ist dann mit dem Hochdruckreiniger gewaschen worden und wir haben, fürs nächste mal, eine Absaugmöglichkeit am Tank montiert.

Unsere 18! Borddurchlässe und Ventile wurden alle durch Bronzeventile ersetzt, dies werden jetzt länger halten.

Der Niedergang hat endlich eine Rutschfeste und schöne Treppe erhalten. Der alte Belag wurde runtergerissen und abgeschliffen und es gab ein schönes Teakdeck Imitat. Zusätzlich wurde die Rehling am Niedergang erneuert.

Unsere Gasleitung, damit wir kochen können wurde aus Sicherhheit ersetzt durch eine Kupfer Rohr, da die vorhandene auch bereits in die Jahre gekommen ist.

Diverse Gelcoat reparaturen haben wir gemacht und zum guten Schluss den Rumpf poliert.

Jetzt ist alles gemacht und wir hätten bereits am Freitag ins Wasser zurück wollen aber hier hat es gerade sehr viel Wind und deshalb war es nicht möglich, pünktlich einzuwasser. Leider, den wir haben seit Samstag (Gestern) 6 Gäste hier, die wir nun in ein Apartment kurzfristig einquatiert haben.

Aber wie hat der Herr Johann Wolfgang von Goethe so schön gesagt:

Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

 

 

 

 

Sizilien und die Amalfiküste

Das Ferien Domezil der Italiener

Inzwischen sind wir wieder auf Sardinien (Cagliari) angekommen. Wir haben Sizilien umrundet, mit einigen von euch und manchmal auch alleine. Wir haben die Amalfiküste kennengelernt und das Jet Set-Treiben auf Capri, Ischia und Ponza erleben dürfen. Es war eine tolle Zeit und es war wunderschön, die Küsten sind sehenswert und der Wind war meistens ab mittags auch mit am Bord.

Sizilien – wie bereits im Törnbericht zuvor geschrieben, ist sehr spannend. Mit seinen Bauten und seiner Kultur sicher zu empfehlen. Man darf sich nicht von den Müllsäcken abschrecken lassen, leider gehören die wohl irgendwie dazu. Aber wenn man über den Müll hinweg schaut, entdeckt man unsagbar schönes! Die Sizilianer haben wir als sehr freundlich erlebt. Nicht so wie die Sarden, die mit ihrer Herzlichkeit nicht übertroffen werden. Aber sind Freundlich, Hilfsbereit und haben meistens ein Lächeln auf den Lippen.

 

 

Amalfi haben wir als sehr unfreundlich erlebt. Wir hatten in der Marina reserviert. Es ist eine kleine Marina und es ist viel Action in der Bucht. Keiner nimmt auf die andere Rücksicht, die Motorboote rasen an einen vorbei, es herrscht ein rechtes Treiben mit viel Lärm. Der Marinero kam uns mit dem Schlauboot entgegen, band sein Boot ohne Ankündigung an der LUMUMBA fest und sprang ohne Erlaubnis an Bord, er wollte doch tatsächlich das Ruder übernehmen um in die Marina zu fahren. Da war er natürlich bei uns an der falschen Adresse. Sein Kommentar war dann: gut, dann könnt ihr es vergessen, wir haben kein Platz frei! non ce problema für uns. In der Marina schwankte es genauso wie in der Bucht, bloss in der Bucht brauchten wir keine € 150.- zahlen, was unsere Gäste auch sehr Sympathisch fanden. Wir machten dann mit unserem Dingi ein Shuttle damit wir mal das „tolle“ Amalfi sehen konnten.

Amalfi ist es sicher auch Wert, mal angeschaut zu werden. Allerdings ist im Sommer sicher die falsche Zeit. Der einst so verschlafene Ort wird regelrecht überrannt vom Tourismus, so sehr, dass es uns den Spass nahm dort länger zu verweilen.

 

 

Capri – ich wollte schon immer einmal dorthin… Nun ist es passiert! Capri ist eine wunderschöne Insel, leider mit viel Tourismus. Es ist alles sehr schön sauber und gepflegt. Ein Cappuccino hat dort seinen Preis von € 6.-, dafür das er nicht gut gewesen ist, sehr teuer. Aber die Reichen und Schönen zahlen das wohl gerne. Der Ort erstreckt sich an den Hängen im zentralen Ostteil der Insel Capri. Die Häuser gliedern sich an den zentralen Platz, die Piazzetta, von dem mit der Via Roma und der Via Camerella die Hauptgeschäftsstraßen ausgehen. Das Zentrum und der Süden des Ortes werden von großen Hotelanlagen geprägt. Zwei Straßen verbinden den Ort jeweils mit vielen Spitzkehren mit den beiden Häfen Marina Grande im Norden und Marina Piccola im Süden.

Bevor wir Capri ansteuerten, ankerten wir noch vor Positano. Das war mehr Zufall, es liegt ca. 50 min von Amalfi entfernt und wir nehmen an, dass es irgendwann Capri ablösen wird. Mit seine knapp 4000 Einwohner hat es seinen Charme bis heute nicht verloren.

 

 

Viel gesehen und viel erlebt haben wir diesen Sommer. Bei all den ganzen Touristen ist uns aufgefallen, es hatte fast keine Schweizer oder Deutsche dabei. Italien ist fest in italienischer Hand.

Zurück auf Sardinien, was fällt mir hier sofort auf…? Es geht hier trotz allen sehr viel gemächlicher ab. Es ist alles etwas ruhiger und leiser. Ein Grund, dass wir immer so gerne wieder hierher zurückkommen.

Törnbericht Überführung Sardinien – Sizilien

Catania  – wir kommen!

Wir werden uns diese Woche mit unserer LUMUMBA auf den Weg machen nach Sizilien. www.segeln.ch/cagliari-catania.

Wir haben 6 Gäste dabei, 5 von ihnen sind an Meilen sammelnn um dann irgendwann einmal den B-Schein zu bekommen und selber Skipper zu werden. Wir haben diese Woche 413 sm gemacht.

 

 

Samstagabend 22:15 Uhr

Nachdem unsere neuen Gäste alle ankamen sind wir gemeinsam Abendessen gewesen. Das Restaurant in der Marina Sant Elmo (www.marinasantelmo.it) kann ich wirklich empfehlen. Es wird aus Leidenschaft eingekauft, der Besitzer isst selber gerne, immer alles frisch und schmeckt total lecker.

Sonntag:

Tagwache für unsere Gäste ist 9 Uhr, zum Frühstück. Ein wenig von den Infos werden bereits besprochen, auch das die Crew für das abwaschen zuständig ist, da Jürg und ich ja kochen. Nach dem Abwasch habe ich dann auch schon vom DWD (www.dwd.de/DE/Home/home_node.html) unser Wetter und Streckenempfehlung erhalten. (Wir können den DWD sehr empfehlen. Gerade für Überführungen ist es sehr hilfreich einen Streckenempfehlung von ihnen zu bekommen. Bis jetzt hat es immer gepasst. weiter unten könnt ihr lesen, warum wir froh um sie sind!) Aufgrund des aufkommenden Sturms um Sizilien schlagen Sie uns vor, auf die Nacht am Capo Carbonara zu verzichten und direkt rüber zu segeln. Was wir dann auch so machen. Es hat recht viel Wind, 7 Bf teilweisen sogar 8. mehr als genug für den ersten Tag….

Nach der gründlichen Einführung können wir am späten Mittag ablegen. Kaum sind wir aus dem Hafen, fallen alle über Ihr Sandwich her… Klar Mittagessens viel ja aus.

Jürg zeigt wie die Segel gesetzt werden und erklärt den Plotter. Nach den ersten10 sm kann ich das Ruder an den ersten Gast abgeben. Es folgt ein 30 min Turnus, damit jeder Mal spürt wie die Lumumba sich anfühlt.

Später entscheiden wir uns dafür, alle können mit ihren Kojen – Partner auch die Wache nehmen. Die erste Nacht ist rum. Ausfall von Andrea, wegen Seekrankheit. Sylviane ist froh, muss sie das Rudere nicht abgeben, sie hat Nachholbedarf. Macht es aber auch schon sehr gut. Man merkt ihr die vielen Seemeilen an. Hubert und Robert haben Wache. Hubi muss sich oft übergeben wird immer weisser im Gesicht. Langsam gleicht er einer Leiche, denke ich mir so. (www.segeln.ch/seekrankheit)

Der Wind kommt achterlich und wir haben 4-5 Bf. der Kurs ist nicht ideal wir müssen kreuzen, somit wird alle 2 Stunden gehalst. Unsere Crew ist noch nicht sicher am Ruder und somit heisst es für uns die ganze Nacht mit Wache schieben.

Montagabend 20:00 Uhr

Das hatten wir noch nie: allen Gästen ist mehr oder weniger schlecht… Alle seekrank. (Bericht über Seekrankheit verlinken)! Ein Mann fällt bis heute ganz aus; Hubi sah bereits in der Nacht aus wie eine Leiche und ich habe ihn ins Bett geschickt. Im Bett liegen ist die beste Medizin. Das hat er sich wohl zu Herzen genommen. Er liegt dort seit 14 Stunden und wird wohl auch dort bleiben bis wir Ustica erreicht haben.

Jürg übernimmt gerade das Ruder, für Hubert. Roland liegt oben auf der Bank, ihm ist auch gerade schlecht. Er war auf dem WC und dann geht’s meistens los, bei den meisten ist es so.

Delphineeee…!!! Gestern, heute früh bei Sonnenaufgang und jetzt zum Abend wieder, Schildkröten… Wunderschöne Momente in dem alle ihre Seekrankheit einen kurzen Moment vergessen.

Dienstag 02:00 Uhr:

Wir haben gerade den Motor eingeschaltet. Der Wind ging runter bis auf 13 kn und wir haben noch 20 sm bis Ustica. Jam-Jam (das ist ein Insider) haben wir zurück ins Bett geschickt, sie war müde und wird hier oben nichts verpassen. Das Angebot nahm sie auch gerne an. Andrea hatten wir ganz befreit von der Schicht 24-03:00 h, da sie zu wenige Segelkenntnisse hat und der Segelkurs nicht gerade einfach ist. Ausserdem leidet sie leider auch noch etwas an Seekrankheit. Das macht es auch nicht einfach. Am Horizont sehen wir Wetterleuchten und der Mond, zwar von einigen Wolken verdrängt, sorgt dafür, dass wir es recht hell haben diese Nacht.

Mittwoch 02:25 Uhr:

Hubi und Robert sind an der Wache. Wir sind seit um 21:00 unter Motor. Der Wind passt nicht zur unserer Richtung und da wir dem Sturmböen in der Strasse von Messina entkommen wollen, segeln wir am Stromboli vorbei und werden dort nicht Ankern, damit wir ihn spucken sehen, müssten wir den Motor einschalten sonst wären wir erst im hellen dort angekommen und ass wäre doch sehr schade…

Jürg und ich haben die Möglichkeit genutzt und sind bis jetzt ins Bett. Robert kam dann eben um uns zu wecken. Es hat ein Boot mit 2 roten Lichtern übereinander. Was heisst das wohl? Richtig: Manövrierunfähig. Ein Fischerboot bei der Arbeit. Die beiden waren sich nicht sicher und haben richtig gehandelt indem sie uns geeckt haben. Wir sind ihnen dann etwas ausgewichen. Jürg erklärt jetzt grad wie man eine Peilung machen könnte.

Donnerstagabend 19:20 Uhr:

Wir sind seit gestern Mittag in Messina. Der Chirocco ist auch angekommen, genau wie es von DWD vorausgesagt wurde

(www.wetteronline.de/wetterlexikon?topic=schirokko).

Es stürmt hier mit bis zu 10 Bf, zum Glück haben wir die Empfehlung des deutschen Wetterdienst ernst genommen. Zeit um sich Messina anzuschauen. Ist Messina eine Reise wert? Ich weiss es nicht, ist Messina ein Dreckloch auf Sizilien? Ja vielleicht. Messina ist eigentlich eine sehr schöne Stadt.

Strassen mit Alleen von Bäumen in dem Schatten bekommt, wer möchte. Alte Gebäude die Lust auf die Sizilianische Geschichte machen. Leider werden diese nicht gepflegt, es verfällt langsam alles. Es ist dreckig hier. Überall Müllcontainer voll mit Müll. Auf den Strassen in den Büschen überall Müll. Ich weiss nicht was hier verkehrt läuft, sicher ist, dass zu wenig Geld in die Stadt investiert wird. und sicher ist auch, dass es sehr schade ist um die Stadt.

Gestern als wir anlegen, seitwärts, lag neben uns ein Segelboot mit deutscher Flagge. Wir haben nur einen Mann auf dem Boot gesehen. Heute früh, als Jürg und ich joggen gegangen sind, verlies das Boot den Hafen. Wir dachten noch, er will auf die andere Seite von der Strasse von Messina, der Hafen ist vielleicht sicherer… Überlegten ob wir das auch machen sollten… Gegen 11: Uhr sahen wir das Boot zurück kommen. Komisch, wir holten das Fernglas und sahen dass es dort Probleme geben muss. Das Vorsegel war zerrissen und das Schiff nicht steuerbar. Es trieb immer mehr durch den Wind in unsere Richtung, dann passierte das, was nie passieren sollte, Patenthalse! Wir beobachten weiter wie nach einigen Schwierigkeiten das Schiff wieder in die Mitte Abtrieb. Von segeln kann man nicht sprechen, wenden konnte er auch nicht mehr. Wir funkten die Marina an. Der Marineros sagte uns, dass er bereits die Guardia di coasteria angefunkt habe. Auch mehrere Fähren funkten diese an. Die Antwort war erst einmal schockierend: wer bei so ein Wetter raus geht hat selber schuld, war die Antwort! Nach ca. 1 Stunde sind sie dann doch raus gefahren. Inzwischen war das Segelschiff auf der anderen Seite, gestrandet!!! Die Polizei kam zurück und meinte, wir können nicht helfen, wir haben das falsche Schiff. Es wurde eine andere Behörde geschickt. Wir sind immer noch sehr schockiert über das alles. Es wurde hier ein Menschenleben aufs Spiel gesetzt weil die Herrschaften zu feige waren, zu bequem über sonst etwas. Wären sie raus gefahren als das Schiff noch auf unserer Seite trieb, zu den Zeitpunkt als ungefähr 4 verschiedene Meldungen über dieses Schiff bei der Polizei reinging, wäre sicher alles gut gegangen.

Wir werden uns mit dem Schiffseigner in Verbindung setzen, die Marina hat uns seine Telefon Nummer gegeben. Evtl. kann er unsere Hilfe bei seiner Versicherung gebrauchen.

Unsere Gäste sind unterwegs zum Abendessen. Jürg und ich gehen meistens nicht mit ins Restaurant. Wir nutzen die sturmfreie Bude um dann Büro zu machen oder uns einfach zu erholen. Morgen soll der Sturm deutlich weniger sein und deshalb haben wir frühstücken um 06:00 abgemacht. Ziel ist um 7 auszulaufen, denn wir haben doch noch 50 sm vor uns. Sollte der Wind noch zu stark sein werden wir im Hafen bleiben müssen und einen Transport nach Catania für unsere Crew organisieren.

Samstag, 22:15 Uhr

Der Törn ist zu Ende!

Wir sind gestern die letzten 50 sm unter Motor gefahren. Nachdem es so viel Wind hatte am Donnerstag, hatte es Freitag überhaupt keinen Wind. Wie so oft, stellen wir immer wieder fest, das Wetter ist unberechenbar! Zum Glück; etwas was die Menschen noch nicht beeinflussen können….

Nachdem wir bereits gegen 15:00 Uhr angekommen sind in Catania, hatten wir noch Zeit etwas die Stadt anzuschauen bevor am Abend auf der LUMUMBA der letzte Abend stattgefunden hat.

Catania bezaubert mit vielen alten Gebäuden. Ist im Vergleich zu Messina direkt sauber. Grosse Kirchen und Gebäude und schmale Gassen in deren Häuser fast zusammenfallen überwältigen einen mit ihren Charme.

Die engen Strassen und die vielen Autos erschrecken einen zuerst, wenn man dann etwas beobachtet, stellt man fest, hier läuft alles. Ein kontrolliertes Chaos, ohne dass wie bei uns alles verboten wird. Wahrscheinlich passieren hier weniger Unfälle als bei uns.

Wer irgendwann einmal hier her kommen sollte, muss unbedingt in das Feinkostgeschäft „Wine & Charme in der Via Vittorio Emanuele vorbei gehen, hier wird einen mit viel Liebe und Leidenschaft die Sizilianische Weine und Delikatessen (www.wineandcharme.com).

Am Abend wird auf der LUMUMBA gegessen. Unsere Crew erobert danach noch Catanias Nachtleben. Die ersten kommen nach Mitternacht zurück, die anderen…? Sehr früh wie wir am nächsten Morgen erfahren. Reto muss bereits ein Taxi um 4 nehmen zum Flughafen und

Andrea, der die Cocktails nicht so gut bekommen sind, entschied sie wegen Katerstimmung den gleichen Flug zunehmen und zuhause zu relaxen. Roland, Jam-Jam, Hubi und Robert kommen am Mittag noch mal zum Mittagessen und verabschieden sich dann am Nachmittag endgültig.

Inzwischen haben wir bereits die gesamte Wäsche frisch gewaschen zurück bekommen, waren einkaufen und können jetzt auch ein wenig relaxen…

Es war ein toller Segeltörn mit, wieder einmal, tollen Gästen. Es ist immer schön, dass wir Menschen wie ihnen begegnen dürfen.